Samstag, 9. Mai 2015

#8 - Gen Norden

Nachdem ich jetzt eine ganze Menge uber Zeug gequatscht habe, das in der Vergangenheit passiert ist, das Leben auf der Farm, die Probleme mit meinem Handy, muss ich dringend mal was dazu sagen was inzwischen passiert ist, ich habe die Farm ja schon vor fast 10 Tagen verlassen.

Direkt zu Beginn bin ich per Bus nach Coimbra gefahren, die schönste Studentenstadt Portugals (mein Reiseführer) und habe da 3 Nächte verbracht. Leider war mein Schlafrhytmus noch im Farmmodus, das heisst um 10 Uhr so müde wie man das sonst nur von morgens vor der Arbeit/Schule kennt. Was das Nachtleben angeht, sind die Portugiesen um diese Uhrzeit noch nicht mal wieder zuhause von der Nacht davor. Das war also leider nichts. Ich habe da aber viele nette Leute kennengelernt und habe verschiedenste Variationen vom Lieblingsfisch der Portugiesen, Bacalhau, probieren können.
Das Highlight war aber eine uralte Bibliothek, die Bücher aus dem 15. Jahrhundert beinhaltet, in die man nur mit Führung rein kann und in der Kameras strengstens verboten sind. (Spoiler: Ich habe trotzdem ein Foto!)
Die Bücher da sind so alt, dass die Bibliothekare Fledermäuse in der Bibliothek leben lassen, weil die gerne genau die Käfer essen, die die Bücher bedrohen. (Also die Käfer bedrohen die Bücher, nicht andersrum..) (War dieser Kommentar überflüssig?) ( Ja.)
Ich habe ja wie gesagt nichts um Fotos zu machen, aber eine coole Französin, die ich im Hostel getroffen habe, schon. Hier also ein par Fotos aus Coimbra, inklusive der Bibliothek!














Von Coimbra bin ich dann wieder Richtung Osten, nach Covilha, um dort mein Handy abzuholen.. Aber die Geschichte kennt ihr ja schon.

Ab Mittwoch Abend war ich dann in Porto, wo ich zwei Nächte verbracht habe.
Porto ist wirklich eine saugeile Stadt. Es gibt unzählige schöne alte Gebäude und viel Grün, sehr bezahlbare Preise, nette, hilfsbereite Menschen, viele Studenten und ein aktives Nachtleben.
Das ist schon daran zu erkennen, dass ich am Mittwochabend obwohl ich saumüde und auf Grund des Fußballspiels (Bayern - Barcelona) beschissen gelaunt war, mich noch zu einem Pub Crawl überreden lassen habe und trotzdem erst gegen 5/6 zurück im Hostel war.

Auch in Porto, eigentlich sogar besonders in Porto, habe ich viele sehr coole Leute von überall auf der Welt kennengelernt und viel Spaß gehabt. Ein Highlight war die Portweintesttour (Also keine Probe Uhr, sondern eine Probe Tour) in der Fabrik des Weinherstellers Ferreira, den es schon seid über 200 Jahren gibt! Wer noch keinen Portwein probiert hat sollte das unbedingt mal tun. Ich mag selbst normalen Wein nur so mittelgerne, aber Portwein? Saulecker!
(Wobei ich für diese Bewertung wahrscheinlich von sämtlichen (Port-)weintestern, wenn sie sich hierher verirren würden, unverzüglich hingerichtet werden würde..)
Ich habe mir in Porto auch eine Kamera besorgt um Erinnerungen für mich und was für die Augen für den Blog machen zu können. Der Speicher der Kamera ist auch voll mit Bildern aus Porto, nur hat sich die Kamera nun nach meinem Handy auch dafür entschieden, erst einmal bis auf Weiteres ihren Dienst einzustellen, deswegen dauert das mit den Portofotos unter Umständen noch ein par Tage.

Freitagabend bin ich dann von Porto zu Fuß Richtung Norden aufgebrochen, also an der Küste lang.
Am Ende des Tages war ich immernoch in Porto, nur an der Nordgrenze, statt im südlicheren Bereich. Heute bin ich dagegen gegen 10 losgekommen und bin bis 6 gelaufen, habe also heute ungefähr 30 Kilometer hinter mich gebracht und bin jetzt in Vila do Conde (Googeln lohnt sich nicht) in dessen Bibliothek ich gerade am PC sitze und zu euch schreibe!

Das Laufen war trotz gut 20 Kilo auf dem Rücken leichter als gedacht! Das Wetter war aber auch den ganzen Tag über ein Traum und es gab fast durchgehend Holzwege im Abstand von maximal 30 Metern zum Meer.
Leider machen sich die 20 Kilo aber doch bemerkbar, mein Schulter-Nacken-Bereich hat leider heute eine Gewerkschaft gegründet und einen Generalstreik angekündigt, die Verhandlungen laufen noch...

Der Bibliothekar guckt mich mittlerweile leider ziemlich schief an und die tatsache dass er und ich die einzigen im Gebäude sind, lässt mich vermuten, dass er sich freuen würde, wenn ich die Bibliothek verlassen kann und er endlich sein Abendessen kriegt. Also tue ich ihm den Gefallen mal.

Bis die Tage!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen